Jugend im Maifeld
Jugend im Maifeld

Outdoor Tour 2014

Hä? Ich dachte wir chillen n` bisschen..?!

Bei der Outdoor Tour des Ju+X Teams konnten die Teilnehmer ihr Grenzen testen

 

"Lust 4 Tage draußen zu sein?" hieß es auf der Ausschreibung der Outdoor-Tour des Jux-Teams der Verbandsgemeinde Maifeld. Acht Jugendliche hatten Lust auf dieses Abenteuer und  machten sich auf den Weg in die Eifel, um vier Tage zu wandern, zu zelten und die Einfachheit des Lebens zu schätzen.

 

Die nun bereits zum zweiten Mal durchgeführte Outdoor Tour startete in Polch mit dem gemeinsamen Packen. Die Stimmung war bereits gut und den anstehenden Anstrengungen wurde mit Humor entgegen gesehen: „Wie wir packen jetzt, ich dachte wir chillen n` bisschen? “, so eine Teilnehmerin zu Beginn. Von Büchel startete die Gruppe Freitagnachmittags die 11 Kilometer lange Wanderung durch das Tal der wilden Endert bis zu einer Schutzhütte in der Nähe von Greimersburg. Froh, die erste Etappe geschafft zu haben, wurden zunächst die Füße im weichen Gras gekühlt. Im mitgeführten Reisetagebuch wurden die Gefühle und Erlebnisse der Jugendlichen festgehalten und bereits am ersten Abend stand fest: „Liebes Reisetagebuch, Nine vermisst ihr Handy, Manuel seinen Laptop, Hannah vermisst ihre Katze und Kathi vermisst Schokolade und ihren Hasen“,  so eine der Teilnehmerinnen im Tagebuch. Die Teilnehmer merkten schnell was es bedeutet sich auf Wesentliche Dinge zu reduzieren. „Ein Ziel dieser Wanderung ist es, Abstand von den alltäglichen Verhaltensweisen, Eindrücken, Konsumgütern und Pflichten zu bekommen“, so Simone Lipfert vom Ju+X Team der Verbandsgemeinde Maifeld, welche die Wanderung begleitete. Die Jugendlichen haben in ihren 13 Kilo schweren Rucksäcken alles, was sie für die anstehende Tour benötigen: Kleidung, Gaskocher, Zelte, Töpfe, Lebensmittel, Schlafsack und Isomatte sind so ziemlich alles was man dabei hat.

 

Samstags ging es 15 Kilometer an mit Mohn gesäumten Feldern vorbei bis ins Pommerbachtal und von dort nach Wirfus. Im Pommerbach konnten die Jugendlichen dem kalten Bach und Schlamm nicht widerstehen und verschafften sich eine Abkühlung und eine ausgedehnte Pause. Pausen waren bei dem sonnigen Wetter auch dringend nötig. Dazu hieß es  im Tagebuch: „Uns ist schrecklich warm und wir sitzen im Schatten und Essen Veggiewurst, Brot und Käse“. „Die Hitze hat uns alle an unsere körperlichen Grenzen gebracht. Wir können alle sehr stolz auf darauf sein, dass wir die Wanderung durchgehalten haben“, so Simone Lipfert. Endlich in Wirfus angekommen hüpften die Teilnehmer barfuß über die Wiese, purzelten in Schlafsäcken den Hang herunter, kochten sich Käsespätzle auf den Gaskochern und machten mit Zunder ein kleines Lagerfeuer. Einige der Jugendlichen schliefen unter freiem Himmel und bewunderten dabei die Sterne. Am Sonntag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück geplante 10, verlaufene 15km, durch Binningen und Forst nach Roes zur Brückenmühle. Dort wartete das heiß ersehnte Bad auf die Teilnehmer!! Am Morgen wurde die Gruppe vom Besitzer der Brückenmühle mit Kaffee, Tee, Kakao und Joghurt verwöhnt. Alle sind sich einig, dass es außergewöhnlich ist, solchen Menschen auf einer Wanderung zu begegnen. Vielen Dank für die große Gastfreundlichkeit der Betreiber der Brückenmühle!!

 

Bei der Reflexion am Montagmorgen steht fest, dass alle den Abstand aus dem Alltag genießen: „Es fühlt sich an, als würde hier die Zeit still stehen. Das ist wie ein Paradies für mich. Ich denke gar nicht an all meine Verpflichtungen, sondern lebe mit all der Einfachheit die mir hier begegnet“, meint eine der Teilnehmerinnen. „Hier merkt man erst mal was man zu Hause alles hat, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist und ich auch gut mal ohne all das auskommen kann.“ „Die Aussagen der Jugendlichen beeindrucken mich sehr. Sie sind mit sich selbst in Auseinandersetzung getreten und haben viel Neues über sich heraus gefunden, neue Lebenserfahrungen gesammelt und die eigenen Grenzen ausgetestet“, fasst Simone Lipfert am Ende der Wanderung zusammen.

Outdoor Tour 2013

"Esst auf, sonst müssen wir das schleppen!"

Mit prallem Gepäck auf dem Rücken ging es mit dem Ju+X Team durch die wunderschöne Eifel

 

 

"Lust 4 Tage draußen zu sein?" hieß es auf der Ausschreibung der Outdoor-Tour des Jux-Teams der Verbandsgemeinde Maifeld gemeinsam mit dem Evangelischen Kinder- und Jugendbüro Winningen. Sieben Jugendliche hatten Lust auf dieses Abenteuer und machten sich auf den Weg in die Eifel, um vier Tage zu wandern, zu zelten und die Einfachheit des Lebens zu schätzen.

 

Von Dedenbach aus startete die Gruppe am Montag, den 12. August in Richtung Niederzissen, vorbei an wunderschönen naheliegenden Wäldern, Maaren und Seen der Eifel. "Bei einer gemütlichen Runde um den Königssee, mit Bergerklimmung, wobei wir sehr mutig und tapfer waren, kamen wir doch noch an unserer Schutzhütte an. Die Wegzeit enthielt viel Regen und Babyfrösche. Es war ein schöner Tag!" So eine der Teilnehmerinnen im mitgeführten Tour-Tagebuch. Begleitet wurden die sieben Jugendlichen von Simone Lipfert, Jugendkoordinatorin der Verbandsgemeinde Maifeld, Stefanie Kröber vom Evang. Kinder- und Jugendbüro in Winningen und zwei weiteren Betreuern.

Nach dem Zelte aufbauen an der Schutzhütte "Brohltalblick" am ersten Abend, kochten die Jugendlichen Nudeln mit Tomatensauce auf ihren Gaskochern. Die Anstrengungen des ersten Wandertags trieben die meisten nach einer Runde Werwolf spielen zeitig in ihre Schlafsäcke. Dienstags ging es weiter, geplante 14km, verlaufene 20km bis zu den Riedener Mühlen. Dazu hieß es im Tagebuch: "Wenn man die Tour heute als anstrengend beschreiben würde, wäre das die Untertreibung des Jahrhunderts. Falls ich sterbe, meine letzten Worte waren: Ponys sind toll!". Eine leer stehende Pferdekoppel des Forsthauses diente nach dem langen Fußmarsch bis zu den Mühlen als Schlafplatz. "Endlich angekommen hüpften wir barfuß über die Wiese, bewunderten die Rehe und purzelten in unseren Schlafsäcken den Hang herunter. Nach dem Grillen haben wir Bratäpfel gebraten, jetzt liegen wir unter dem Sternenhimmel, betrachten den großen Wagen, Satelliten und eine Menge Sternschnuppen." "Ziel dieser Wanderung war es, mit sich selbst in Auseinandersetzung zu treten, seine Grenzen zu erfahren, auf Dinge zu Verzichten und dabei immer auch die Gruppe im Blick zu behalten", so Simone Lipfert vom Ju+X-Team.

 

Am dritten Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück von den Riedener Mühlen über einen abgelegenen Wanderweg bis zum Naturfreundehaus am Laacher See. "Pausen sind das geilste auf der Wanderung! Man freut sich riesig über Brot, Käse, Möhren, Äpfel und vor allem Sitzen und den 14kg-Rucksack auszuziehen." Die Aussagen im Tagebuch zeigen, dass natürliche Herausforderungen wie Essen, Trinken, Schlaf und der Schutz vor Nässe und Kälte bei so einer Tour hautnah erlebt werden. „Man beschränkt sich auf das Wesentliche, achtet darauf so wenig Kilos wie nur möglich in den Rucksack zu packen und auf Alltagsgegenstände die man sonst selbstverständlich benutzt zu verzichten." betont Stefanie Kröber in diesem Zusammenhang.

 

Am Laacher See angekommen wurde der Rucksack abgeworfen & erst einmal gechillt und im See geschwommen. Nach einer Reflexion am Donnerstag stand fest: "Wandertouren sind mega, das möchten wir wiederholen!"

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